Hintergrund Ökonomen: Bargeld abschaffen!

Frankfurt, 26.10.2015

Nur noch drei von fünf Geschäften werden laut Bundesbank bar bezahlt, Tendenz fallend. Brauchen wir Scheine und Münzen? Nein, meinen einige Wirtschaftswissenschaftler. Ohne Bargeld gäbe es weniger Kriminalität; die Geldpolitik wäre einfacher - es gebe kein Recht auf positive Zinsen für Sparer. Diese Alternative, sagen andere, wäre eine totale Überwachung. Deutschlandfunk, Hintergrund.

Ringvorlesung Lebensstile, Landwirtschaft, Lebensmittel

Lüneburg, 20.10.2015

Wie kann die Land- und Ernährungswirtschaft auch zukünftig umwelt- und sozialverträglich produzieren und die wachsende Weltbevölkerung ernähren?“Die Ringvorlesung soll Kompromisse aufzeigen und die Thematik facettenreich beleuchten, um so eine neue Erzählung einer Land- und Ernährungswirtschaft mit Zukunftsperspektive zu entwickeln. Weg von dogmatischem Schlagabtausch, in zu einer kontroversen Debatte über eine sozial- und umweltverträgliche Landwirtschaft. Meinen Part können Sie hier sehen. (Teil 1 und Teil 2)

 

Fairer Handel Pilotpartner gesucht

Köln, 15.10.2015

Der Handel tut sich schwer mit fairer Mode. Die meisten Läden verkaufen nur geringe Mengen und die Umsätze sind niedrig. Nun starten die Anbieter eine Initiative. Aber es finden sich keine Unternehmen, die mitmachen wollen. Süddeutsche Zeitung

Kommentar Prima Klima trotz dicker Luft

Berlin, 08.10.2015

Die Aussichten für die deutsche Wirtschaft sind gut: 2015 und 2016 soll die Wirtschaft um jeweils etwas weniger als zwei Prozent zulegen. Das erwarten die führenden Wirtschaftsforschungsinstitute in ihrem Herbstgutachten. Aber wie passt das zu den schlechten Nachrichten aus der Wirtschaft, ob von Volkswagen oder Deutscher Bank?  WDR

Poträt Mr. Jutebeutel

Wuppertal, 04.09.2015

Früher waren die Rollen klar verteilt: Die Kämpfer für eine bessere Welt gegen die multinationalen Konzerne. Und Gerd Nickoleit war mittendrin. Die Mitglieder der Aktion "Dritte-Welt-Handel" wollten ihre Kritik an den Verhältnissen Anfang der Siebzigerjahre unter die Leute bringen. Sie umwickelten Schokoladentafeln mit einer politischen Botschaft: "Süß für uns, bitter für andere." Und sie verteilten mit der Schokolade in der Fußgängerzone Protestkarten, mit denen die Mitbürger die Bundesregierung dazu auffordern sollten, den Zoll für Kakao zu senken. Da dies nicht reichte, forcierten die Aktivisten die Idee mit dem alternativen Handel. Mein Porträt von Gerd Nickoleit lesen Sie in der Süddeutschen Zeitung.

Klage gegen KiK Keine Haftungsgrundlage

Karachi, 01.09.2015

Gegenüber der ausgebrannten Textilfabrik Ali Enterprises erinnert ein aufgepinselter Schriftzug auf einer Mauer an den schwersten Fabrikunfall in der Geschichte Pakistans: 260 Menschen starben am 11. September 2012. Mehr als 200 Opfer haben sich in der Baldia Factory Fire Association organisiert und vier Kläger ausgesucht: Muhammad Hanif und drei Angehörige toter Kollegen. Sie klagten im Frühjahr beim Landgericht Dortmund gegen den Textildiscounter Kik, den Hauptkunden der Unglücksfabrik. Dessen Anwälte haben nun bei Gericht beantragt, die Klage auf Schmerzensgeld "abzuweisen". Weder nach pakistanischem noch nach deutschem Recht gebe es eine Grundlage für eine Haftung des Unternehmens, heißt es in der Stellungnahme. Süddeutsche Zeitung

Porträt Zufällig mächtig

Delhi, 18.07.2015

Arundhati Bhattacharya ist die mächtigste Bankerin Indiens. Eigentlich wollte sie Mutter Teresa nacheifern, doch dann folgte sie einer spontanen Idee. Süddeutsche Zeitung

Kommentar Chinesische Förderbank verschiebt weltweit Gewichte

Köln, 16.05.2015

Die USA haben mit ihrer Verweigerungshaltung zur Reform von Internationalem Währungsfonds und Weltbank ein klassisches Eigentor geschossen. Nun gehen die Chinesen – der mächtige Gegenspieler der USA im 21. Jahrhundert – in Asien eigene Wege. WDR

Interview Die meisten Kunden interessiert nur der Preis

Bönen, 23.04.2015

Heinz Speet, Gründer von Kik, spricht im Interview darüber, was sein Unternehmen aus den Brandkatastrophen in Fabriken in Asien gelernt hat Süddeutsche Zeitung

Buchkritik Thilo Bode: Die Freihandelslüge

Berlin, 20.04.2015

Das Freihandelsabkommen TTIP soll Handelshemmnisse und Zölle zwischen Europa und Amerika abbauen und die größte Freihandelszone der Welt ermöglichen. Seit zwei Jahren wird darum gerungen. Die Journalisten Franz Kotteder und Thilo Bode von Foodwatch kritisiern, dass durch das Abkommen Schutzregeln angegriffen werden, für deren Einführung in Europa oder den USA oft hart gekämpft wurde. Deutschlandfunk

Hannovermesse Roboter Kuka

Stipendium Mensch und Arbeit

Köln, 15.04.2015

Wie verändert die Technik die Arbeitswelt? Mit dieser Frage beschäftige ich mich als Journalist in Residence beim Kölner Max-Planck-Institut für Gesellschaftsforschung. Toll, dass mir das Institut es ermöglicht, mich intensiv mit alle meinen Fragen auseinanderzusetzen.

Einzelhandel Kartellamt blockiert Übernahmeplan

Bonn, 02.04.2015

Die geplante Übernahme der Tengelmann-Supermärkte durch den deutschen Marktführer Edeka ist gescheitert - zumindest bis auf weiteres. Das Bundeskartellamt untersagte den Zusammenschluss. Süddeutsche Zeitung

Feature Und wie geht es uns heute?

Berlin, 02.04.2015

Fünf Jahre ist es her, dass Griechenland unter den berühmten Rettungsschirm flüchtete. Seitdem ist viel/wenig/gar nichts geschehen, die Einschätzung der Situation variiert von Land zu Land und ändert sich je nach ökonomischer Denkschule. Befürworter der Sparpolitik, etwa die Bundesregierung, glauben in manchen Ländern Anzeichen der Besserung zu sehen. Kritiker der Austeritätspolitik verweisen auf die neue Armut in Griechenland und das politische Beben, das ihr folgte. Eine Zwischenbilanz der Staatsschulden- , Banken- oder Wirtschaftskrise. Nachhören können Sie das Zeitfragen-Feature bei Deutschlandradio-Kultur vom 31. März hier.

Kleidung Fabrikbrand-Opfer verklagen Textildiscounter KiK

Dortmund, 13.03.2015

Bei dem Brand der Textilfabrik Ali Enterprises in Pakistan starben vor drei Jahren 260 Menschen.  Jetzt klagen vier Betroffene beim Landgericht Dortmund auf Schadensersatz gegen Kik. Es geht um die Verantwortung des deutschen Unternehmens für die Produktionsbedingungen bei seinem Zulieferer. SZ

Porträt Auf und ab

Köln, 12.03.2015

Lange galt der Kampf unabhängiger Läden gegen Ketten und Amazon als aussichtslos. Jetzt läuft es besser. Trotzdem gibt es keine einfache Erfolgsformel. Das zeigen die Schicksale zweier Buchhändler. Süddeutsche Zeitung

Report Verlierer in Serie

Berlin, 06.03.2015

Nach  Beschwerden über katastrophale Sicherheitsbedingungen erhalten 48 Arbeiter in Bangladesch ihre Kündigung.  Jetzt bekommt der Eigentümer, ein deutscher Unternehmer, keine Aufträge mehr. 1300 Jobs stehen auf der Kippe. Süddeutsche Zeitung

Interview Verästelte Lieferketten

Berlin, 20.02.2015

Michael Windfuhr ist stellvertretender Direktor des Deutschen Instituts für Menschenrechte. Im Interview spricht er darüber, warum heute häufiger als früher Wirtschaftsunternehmen für Menschenrechtsverletzungen verantwortlich sind, warum Klagen für Betroffene schwierig sind und wie die Politik versucht, Firmen stärker in die Verantwortung zu nehmen. Süddeutsche Zeitung

Finanzkrise Unser Geld ist kaputt!

Frankfurt, 16.02.2015

Das Finanzsystem ist marode und ungerecht. Was sich ändern muss - und wie Bürger jetzt an einer Geldwende arbeiten. Davon handelt meine Titelgeschichte für das Nachhaltigkeitsmagazin Enorm (Ausgabe März/April). Hier können Sie das Heft bestellen.

Reportage Am seidenen Faden

Gurgaon, 31.01.2015

Heute in Asien, morgen in Afrika: Selbst edle Marken werden da produziert, wo es am billigsten ist. Die Textilindustrie ist eine der Problembranchen der weltweiten Arbeitsteilung. Die lokalen Fabrikanten erscheinen oft als gierige Kapitalisten. Doch welchen Spielraum haben sie, um ihre Beschäftigten gut zu behandeln? Ortsbesuch bei Unternehmern im Norden Indiens für die Süddeutsche Zeitung.

Porträt Große Seele

Delhi, 24.01.2015

Freiheitskämpfer Mahatma Gandhi führte Indien in die Unabhängigkeit. Seine Methoden des gewaltlosen Widerstands inspirieren noch heute. Süddeutsche Zeitung

Thema

Branche Das Arbeiten in den Maquilas

San Salvador, 23.01.2015

Vom 26. Januar bis zum 6. Februar 2015 bin ich mit einer Gruppe von Journalisten und Aktivisten in El Salvador. Wir wollen unter anderem Fabrikarbeiter, Betriebsgewerkschafter sowie Arbeitsrechtler treffen. In einem Reiseblog wollen wir über unsere Eindrücke vom Leben in den Maquilas berichten.